Du bist asexuell, wenn…

Hier sind einige Aussagen, die auf Asexualität schließen lassen, zusammengestellt. Wenn Du Dir unsicher bist, ob auch Du Dich mit Asexualität identifizieren kannst, hilft Dir dieser Beitrag vielleicht weiter.

Achtung: Es ist nicht ganz leicht, Asexualität zu erkennen. Die einzelnen Punkte sind als Tendenzen und Denkanstöße gedacht und weisen auf eine mögliche asexuelle Orientierung hin. Das heißt aber nicht, dass Du als Asexuelle*r jeder Aussage hier zustimmen musst, um als „echt“ asexuell zu gelten. Asexuelle sind Individuen wie alle anderen Menschen auch und können sich daher auch in der Ausprägung ihrer Orientierung voneinander unterscheiden. Ebenso wenig ist ausgeschlossen, dass sich eine sexuelle Person in einigen Punkten wiederfinden könnte.

 

01 Zu einer anderen Person hast Du Dich noch nie sexuell hingezogen gefühlt.

02 Deine Sichtweise auf Sexualität unterscheidet sich fundamental von der anderer Menschen.

03 Du denkst nicht oder kaum an Sex.

04 Du hast keine erotischen Träume und phantasierst nicht über sexuelle Handlungen.

05 Mit einem anderen Menschen hattest Du noch nie in Deinem Leben Sex und Du sehnst Dich auch nicht danach.

06 Du hattest schon Sex mit einem anderen Menschen, hast jedoch nichts dabei empfunden.

07 Du gehst einer Beziehung aus dem Weg, weil Du Dich vor dem Punkt fürchtest, an dem ein*e Partner*in Sex mit Dir haben will.

08 Du meidest Konversationen über Sexualität.

09 Du hast Deine Pubertät vollkommen anders erlebt als Deine Mitmenschen, nämlich ohne das plötzliche Erwachen sexuellen Interesses.

10 Du kannst/könntest problemlos Dein ganzes Leben lang auf Sex verzichten.

11 Du verstehst nicht, warum Sexualität der wichtigste oder sogar einzige Weg sein soll, einem anderen Menschen Deine Liebe zu zeigen.

12 Du masturbierst nicht. Und wenn doch, empfindest Du nichts dabei.

13 Du hast einen stark analytisch geprägten Blickwinkel, wenn es um Sexualität und sexuelle Handlungen geht und versuchst, diese rational zu erfassen.

14 Die gesellschaftliche Überrepräsentation der Sexualität stößt Dich ab bzw. erscheint Dir lächerlich.

15 Sexuelle Szenen in Filmen oder Büchern schaltest/blätterst Du weg oder empfindest sie als unnötig und störend.

16 Du kannst den Sexualtrieb Deiner Mitmenschen und/oder deren Lustgefühl beim Sex nicht nachempfinden.

17 Früher hieltest Du Dich irrtümlich für homosexuell, weil Du bis heute keine Lust auf sexuelle Interaktion mit einer*einem gegengeschlechtlichen Partner*in verspürt hast. Nach einer Weile hast Du aber festgestellt, dass auch homosexuelle Handlungen für Dich nicht infrage kommen.

18 Du kannst Menschen ästhetisch anziehend (attraktiv) finden, ohne dass sich daraus das Verlangen nach sexueller Interaktion mit ihnen entwickelt.

19 Als Du von der Existenz der Asexualität und anderer asexueller Menschen erfuhrst, warst Du erleichtert, mit dieser sexuellen Orientierung nicht alleine zu sein.

20 Du kannst Dich mit dem Begriff asexuell identifizieren und fühlst Dich damit wohl.

21 Dir fallen auf Anhieb tausend Dinge ein, die Du lieber tun würdest, als mit einem anderen Menschen Sex zu haben.

22 Mit dem Begriff „sexy“ kannst Du nichts anfangen.

23 Du würdest niemals bestimmte Kleidung tragen, nur um darin erotisch aufreizend auf andere Menschen zu wirken.

24 Du hast Dich selbst mal zum Sex mit Deiner*Deinem Partner*in gezwungen bzw. tust dies momentan, um sie*ihn nicht zu verlieren.

25 Spärlich oder unbekleidete Menschen siehst Du nicht als begehrenswerte Sexualpartner an, sondern eher als „anatomische Modelle“.

26 Sexuelle Erregung und Orgasmen empfindest Du als nervend/störend.

27 Interesse an Sexualität hast Du schon mal vorgetäuscht bzw. täuschst Du vor, um in Gesprächen mit anderen Menschen nicht aufzufallen.

28 Die Berichte Deines Umfeldes über sexuelle Aktivitäten langweilen oder verwundern Dich.

29 Sexuelle Anspielungen, beispielsweise in Flirts, bemerkst Du oft nicht.

30 Dass viele Menschen unter mangelndem Sex leiden können, ist für Dich nicht nachvollziehbar.

31 Sexuell konnotierte Redewendungen („Lass uns bei mir noch einen Kaffee trinken“ oder „Lass uns zusammen einen Film ansehen“) nimmst Du wörtlich und bist verwundert, wenn andere Menschen diese Phrasen als Einladung zum Sex verstehen.

32 Du konsumierst keine Medien (z. B. Pornographie), die für ihren sexuellen Inhalt bekannt sind.

33 Andere Menschen fallen Dir nicht in einem sexuellen Sinn auf, beispielsweise als „sexy“ oder „geil“.

34 An Menschen, die an Dir sexuell interessiert sind, verlierst Du das Interesse oder meidest diese.

35 Liebe verbindest Du nicht mit Sexualität und verstehst nicht, warum beides miteinander zusammenhängen soll.

36 Trotz fortgeschrittenen Alters bist Du noch „Jungfrau“ und Du empfindest dabei keinerlei Drang, diesen Zustand schnellstens ändern zu müssen.

37 Für Deine Jungfräulichkeit schämst Du Dich nicht.

38 Deine Vorstellung einer romantischen Partnerschaft beinhaltet keine Sexualität bzw. sexuelle Interaktion.

39 Es ist Dir unangenehm, wenn andere Menschen sexuelles Interesse an Dir zeigen.

40 Durch „Abchecker“-Blicke fühlst Du Dich nicht etwa geschmeichelt. Im Gegenteil, Du könntest gut auf sie verzichten.