Depression

Was ist eine Depression?

Der Begriff „Depression“  bezeichnet eine psychische/seelische Erkrankung, die sich in zahlreichen Symptomen bzw. Beschwerden äußern kann. Anhaltende Niedergeschlagenheit, gedrückte Stimmung, Hemmungen von Antrieb und Denken, Interessenverlust sowie zahlreiche körperliche Symptome (von Schlaflosigkeit über Appetitstörungen bis zu Schmerzzuständen) sind Anzeichen einer Depression. Die meisten Betroffenen entwickeln mit der Zeit auch Suizidgedanken, davon sterben etwa zehn bis fünfzehn Prozent tatsächlich durch Suizid.

Ungefähr vier Millionen Menschen leiden in Deutschland derzeit an einer Depression. Viele Menschen erkranken erstmals schon vor ihrem 30. Geburtstag. Dabei beträgt die Wahrscheinlichkeit, im Laufe des Lebens eine Depression zu entwickeln, zwischen sieben und achtzehn Prozent. Erkranken kann jeder Mensch innerhalb seines Lebens – unabhängig des Alters, des Geschlechts, der sexuellen Orientierung und sozialen Status. Wenn auch Frauen und queere Menschen wesentlich häufiger als Männer betroffen sind.

Viele der Betroffenen suchen sich allerdings keine Hilfe, weshalb die Dunkelziffer von Depressionsfällen durchaus höher liegen kann. Die Gründe dafür sind vielfältig. Sei es Unwissenheit, Verdrängung oder Schamgefühl bzw. sonstige Ängste, darüber zu sprechen.

Bei einer Depression ist es kaum möglich, ein normales Leben zu führen. Gedanken, Gefühle und Verhalten sind stark verändert. Auch körperliche – so genannte psychosomatische – Beschwerden können auftreten. Eine Depression tritt meistens schubweise in Form von Episoden/Phasen auf, welche wochen- und sogar monatelang anhalten können. Die Depression verschwindet nicht einfach wieder und muss medizinisch behandelt werden. Ärzt*innen können eine Therapie und Medikamente dagegen verschreiben. Wird eine Depression therapiert, ist die Lage alles andere als aussichtslos. In den letzten Jahren hat sich bezüglich der Therapie einiges getan und mehr als achtzig Prozent der Erkrankten kann dauerhaft und erfolgreich geholfen werden.

Warum Menschen depressiv werden, ist bisher nicht bekannt. Besondere und extrem belastende Lebensumstände, Schicksalsschläge und Kummer können eine Depression auslösen. Meist agieren mehrere Faktoren zusammen und lösen so eine Depression aus. Auch genetische Faktoren können eine Rolle spielen. Wenn nahe Verwandte unter Depressionen leiden, erhöht sich das Risiko, auch selbst zu erkranken.

Symptome – Wie genau äußert sich eine Depression?

Mögliche psychische/seelische Symptome

  • Aggression, Reizbarkeit
  • Angst und Unruhe
  • Antriebslosigkeit
  • Bewusstes und absichtliches Selbstzufügen körperlicher Verletzungen (Selbstverletzendes Verhalten, z. B. „Ritzen“)
  • Emotions-/Gefühlslosigkeit
  • Entschlusslosigkeit
  • Gedrückte Stimmung, Niedergeschlagenheit
  • Gefühl von innerer Leere
  • Gefühle von Wertlosigkeit und Überforderung
  • Interessenverlust (z. B. kann die Freude an Hobbys bzw. liebgewonnenen Aktivitäten ausbleiben)
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Schuldgefühle
  • Sensibilität
  • Suizidgedanken
  • Verlust von sexuellem Interesse (wenn die*der Betroffene nicht ohnehin schon asexuell ist)

 

Mögliche körperliche Symptome

  • Energielosigkeit, Erschöpfung
  • Gewichtsveränderung
  • Gliederschmerzen
  • Kopfschmerzen
  • Magen-/Darmbeschwerden
  • Rückenschmerzen
  • unübliche Langsamkeit
  • Veränderung der Essgewohnheiten